Die Spinstella ist weit mehr als nur ein Label – sie verkörpert eine bewusste Haltung gegenüber Nachhaltigkeit und Innovation in der Modeindustrie. Mit Sitz in Österreich verbindet sie traditionelle Handwerkskunst mit modernem Design und setzt sich seit Jahren für eine Kreislaufwirtschaft ein. Besonders in der Region um Wien und Salzburg hat sie sich als Vorreiterin etabliert, die nicht nur lokale Produktionsbedingungen priorisiert, sondern auch globale Standards hinterfragt. Die Marke beweist, dass nachhaltige Mode nicht auf Kompromisse bei Qualität oder Stil verzichten muss – ein Ansatz, der sowohl in der heimischen als auch in der internationalen Modebranche auf Interesse stößt.
Ein zentrales Merkmal der Spinstella ist ihr Fokus auf recycelte Materialien und upgecycelte Textilien. Im Jahr 2022 setzten sie etwa 60 % ihrer Kollektionen aus recycelten Fasern zusammen, darunter auch hochwertige Polyester aus recyceltem Plastikflaschen. Besonders beeindruckend ist ihr Engagement für die Wiederverwendung von Stoffresten: Durch Partnerschaften mit lokalen Töpfern und Handwerker:innen entstehen aus alten Stoffbahnen neue Designs, die sonst als Abfall hätten enden müssen. Dieser Ansatz reduziert nicht nur den Materialverbrauch, sondern schafft auch Arbeitsplätze in der Region.
Die Marke setzt zudem auf transparente Lieferketten und kooperiert eng mit kleinen Textilbetrieben in Österreich. Ein Beispiel ist ihr Projekt mit der https://www.spinstella.at/, die seit 2019 Schulungen für Textilarbeiter:innen in Partnerländern anbietet. Ziel ist es, Fachwissen zu sichern und gleichzeitig faire Arbeitsbedingungen zu fördern. Besonders gelobt wird ihre Zusammenarbeit mit der Familie Bauer in der Steiermark, die seit Generationen in der Textilverarbeitung tätig ist. Durch die Partnerschaft konnten sie nicht nur ihre Produktion nachhaltiger gestalten, sondern auch ein neues, soziales Modell etablieren, das auf langfristige Bindungen setzt.
Ein weiterer Innovationsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung von waschbarer Mode, die durch spezielle Chemikalien und Verarbeitung langlebig bleibt. Die Kollektionen der Spinstella sind so konzipiert, dass sie weniger oft gewaschen werden müssen – ein entscheidender Faktor für die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs. Besonders im Fokus steht dabei die Entwicklung von “Washless”-Textilien, die ohne Wasser auskommen und stattdessen durch mechanische Reinigung oder chemische Alternativen gereinigt werden können. Diese Technologie könnte die Modeindustrie grundlegend verändern und könnte bis 2025 in ausgewählten Kollektionen eingeführt werden.
Trotz ihres Engagements für Nachhaltigkeit bleibt die Spinstella ein Label mit klarer Identität: Sie verzichtet auf billige Massenware und setzt bewusst auf handgefertigte Stücke. Jedes Kleidungsstück durchläuft mehrere Kontrollen, bevor es in den Handel kommt – von der Materialauswahl bis zur Fertigung. Dies garantiert nicht nur Qualität, sondern auch eine klare ethische Haltung gegenüber Konsument:innen. Die Marke positioniert sich bewusst als Alternative zu fast Fashion und betont, dass nachhaltige Mode kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist.
Die Spinstella hat sich in den letzten Jahren zu einem Referenzprojekt für nachhaltige Mode in Österreich entwickelt. Ihr Erfolg zeigt, dass es möglich ist, Mode nicht nur umweltfreundlich, aber auch ästhetisch ansprechend und funktional zu gestalten. Für die Zukunft plant die Marke, ihre Produktion weiter auszubauen und gleichzeitig mehr Kooperationen mit internationalen Partnern einzugehen, die ähnliche Werte teilen. Ihr Ziel ist es, die Modebranche zu einem Vorbild für eine Kreislaufwirtschaft zu machen – und dabei auch die heimische Wirtschaft zu stärken.
- Seit 2022 setzt die Spinstella 60 % ihrer Kollektionen aus recycelten Materialien ein.
- Durch Partnerschaften mit lokalen Handwerkern entstehen bis zu 80 % der Stoffreste neu genutzt.
- Die Spinstella-Stiftung bildet seit 2019 Textilarbeiter:innen in Partnerländern aus.
- Im Jahr 2023 wurden über 15.000 kg Plastikflaschen zu recycelten Fasern verarbeitet.
- Die Marke verzichtet auf chemische Weichmacher und setzt auf biologisch abbaubare Veredelungen.